Annika Lang & Nicola Maier-Michalitsch (Hrsg.)

Leben pur: Spielen bei Menschen mit komplexer Behinderung

Spielen ist ein Grundbedürfnis aller Menschen, das für die menschliche Entwicklung in allen Lebensphasen von zentraler Bedeutung ist. Das Spiel gibt Raum zur Auseinandersetzung mit den eigenen Emotionen, lässt uns Fähigkeiten entdecken, die wir von uns noch nicht kannten und es gibt uns die Möglichkeit, die Komplexität der Umwelt auf eine besondere Weise zu erfassen. So fördert Spielen die Ich-Identität und Kreativität. Häufig erfahren Menschen mit Komplexer Behinderung in ihrem Alltag, der oft durch Pflegesituationen und therapeutische sowie pädagogische Förderung geprägt ist, nur wenig Gelegenheiten, dem Grundbedürfnis nach einem zweckfreien Spiel nachzugehen. Auch ist es Menschen mit sehr schwerer Behinderung meist nicht möglich herkömmliche Spielgegenstände zu greifen oder gängige Spielregeln zu verstehen. Um für Menschen mit Komplexer Behinderung den Zugang zum Spielen zu ermöglichen, verlangt dies von Fachkräften vor allem wachsam für versteckte, nicht eindeutige Spielimpulse zu sein. Mit den interdisziplinären Beiträgen in diesem Buch werden vielfältige Ideen bereitgestellt, Spielräume für Menschen mit Komplexer Behinderung zu gestalten. „Spiel- Räume“, die frei von normativen Vorstellungen der pädagogischen, pflegerischen und therapeutischen Praxis sind und für diese Personengruppe einen selbstbestimmten Handlungsraum eröffnen.

verlag selbstbesimmtes leben: Düsseldorf, 2020. 256 Seiten ISBN 978-3-945771-20-4
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