Promotionsprojekt – Unterstützte Kommunikation als Thema einer Organisationskultur

Unterstützte Kommunikation als Thema einer Organisationskultur – Analyse in Wohneinrichtungen durch eine qualitative Studie“ (Arbeitstitel)

  • Forschende Person(en): Theresa Aßmann
  • Institution(en)/Hochschule(n):
  • Finanzierung: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW (FH Kompetenz)
  • Projektlaufzeit: 2017 –

Menschen mit komplexen Behinderungen haben oft aufgrund verschiedener Ursachen kommunikative Einschränkungen. Damit diese Menschen uneingeschränkt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, benötigen sie alternative Kommunikationswege wie Gebärden, Objekte, grafische Symbole oder technische Hilfen. Die sogenannte Unterstützte Kommunikation (UK) wird auch in vielen betreuenden Einrichtungen eingesetzt, dabei allerdings häufig noch zu wenig in festgelegten Strukturen und Prozessabläufen umgesetzt.
Theresa Aßmann geht mit Ihrer Promotionsarbeit „Unterstützte Kommunikation als Thema einer Organisationskultur – Analyse in Wohneinrichtungen der Eingliederungshilfe durch eine qualitative Studie“ den Zusammenhängen von UK in Organisationen auf den Grund. „Für die Erschließung des Forschungsfeldes verwende ich das von Schein (2006) entwickelte ‚Avocado-Modell`. Es bietet ein praxisnahes und differenziertes Verstehens- und Analyseinstrument an“, erklärt Aßmann. Im Kern der Organisationskultur liegen demnach unausgesprochene, implizite und latent wirkende Basisannahmen wie Einstellungs- und Haltungsbarrieren, die Aßmann in Interviews mit Mitarbeitenden erhebt. Darüber hinaus werden externe und interne Dokumente hinzugezogen und analysiert, um sich der Organisationskultur auch auf sichtbareren und beschreibbareren Ebenen anzunähern. Anhand der ausgewerteten Daten entwickelt Aßmann handlungsleitende Empfehlungen für Wohnangebote für Erwachsenen mit Behinderungen, um alternative Kommunikationsmöglichkeiten gelingender in den Einrichtungen etablieren und verankern zu können.
„Ein wesentlicher Ertrag der Studie ist, die Organisationskultur als eine große Wirkmacht bezüglich der Initiierung von Veränderungsprozessen zu erkennen. Denn die Etablierung von Konzepten kann perspektivisch nicht mehr ohne Blick auf die Organisationskultur erfolgen“, sagt Prof. Dr. Barbara Ortland von der Katholischen Hochschule NRW, die Aßmann zusammen mit Prof. Dr. Sven Jennessen von der Humboldt-Universität zu Berlin betreut. Die vorherrschenden Überzeugungen und Annahmen von Mitarbeitenden in Organisationen zu diesem Thema aufzudecken, stellt dabei eine bedeutsame Basis für Veränderungs- und Lernprozesse in der Organisation.

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