Das Altern ist ein komplexer Prozess, der für jeden Menschen anders verläuft. Wir unterscheiden zwischen den „jungen Alten“, die aktiv und engagiert sind, und den „alten Alten“, die oft gebrechlicher werden. In der Altersforschung hat sich das Bild des Alters seit den 1970er Jahren stark gewandelt. Früher lag der Fokus auf den Defiziten, heute betrachten wir auch die Fähigkeiten älterer Menschen.
Eine wichtige Theorie ist die Kontinuitätstheorie. Sie besagt, dass ältere Menschen ihre gewohnten Aktivitäten und sozialen Kontakte aufrechterhalten möchten. Dies hilft ihnen, sich in der neuen Lebensphase zurechtzufinden. Aktuell ist die Kompetenztheorie von Bedeutung. Sie betont, dass eine gut gestaltete Umgebung älteren Menschen hilft, ihre Fähigkeiten zu erhalten oder neue zu entwickeln.
Das Altern bringt viele Herausforderungen mit sich. Der Verlust des Berufslebens wird unterschiedlich erlebt. Einige empfinden es als Verlust, andere als Freiheit. Auch der Umgang mit dem Thema Sterben wird wichtiger, da der Freundeskreis oft kleiner wird.
Für Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf ist das Altwerden besonders herausfordernd. Sie erreichen höhere Lebensalter, haben jedoch oft weniger soziale Kontakte. Mitarbeitende spielen eine wichtige Rolle, um neue Kontakte zu fördern und sinnstiftende Aktivitäten zu schaffen.
Psychische Krisen können ebenfalls auftreten, oft verbunden mit früheren traumatischen Erlebnissen. Es ist wichtig, diese Aspekte zu berücksichtigen, um älteren Menschen bestmöglich zu unterstützen.