Das medizinische Modell betrachtet Behinderungen als feste Defekte. Es geht davon aus, dass Einschränkungen und Schwierigkeiten direkt aus diesen Defekten resultieren. Zum Beispiel wird eine Wahrnehmungsstörung oft als Ursache für Probleme in der räumlichen Orientierung angesehen.
Um Menschen mit Behinderungen zu helfen, konzentriert sich dieses Modell auf ihre Defizite. Trainingsprogramme werden eingesetzt, um die Wahrnehmungsfähigkeit zu verbessern. Schwere Behinderungen werden als bedeutende Schädigungen körperlicher Funktionen verstanden, wie zum Beispiel kognitive oder motorische Fähigkeiten.
Diese Schädigungen führen zu umfassenden Einschränkungen im Alltag. Betroffene haben oft Schwierigkeiten bei der Körperpositionierung, Fortbewegung, Kommunikation und Selbstversorgung. Das medizinische Modell bietet einen klaren Rahmen, um die Herausforderungen zu verstehen, mit denen Menschen mit Behinderungen konfrontiert sind. Es ist wichtig, diese Perspektive zu kennen, um angemessene Unterstützung anzubieten.