Das soziale Modell von Behinderung betrachtet die Umwelt und die Gesellschaft als Hauptfaktoren, die Menschen mit Behinderungen beeinflussen. Im Gegensatz zum medizinischen Modell, das individuelle Einschränkungen in den Vordergrund stellt, zeigt das soziale Modell, dass Barrieren oft von der Gesellschaft geschaffen werden.
Menschen mit Behinderungen berichten häufig, dass sie nicht behindert sind, sondern behindert werden. Ein Beispiel ist die Stadtgestaltung, die oft bestimmte Fähigkeiten voraussetzt, wie das Lesen von Zahlen und Schrift. Diese Anforderungen können viele Menschen ausschließen.
Um die Teilhabe zu verbessern, sollten wir die Umwelt anpassen. Das könnte bedeuten, Buslinien mit Piktogrammen zu kennzeichnen. Besonders für Menschen mit schweren Behinderungen sind starre Normen problematisch, da sie oft gesellschaftlichen Erwartungen nicht gerecht werden können. Dies führt häufig zu Isolation. Das soziale Modell macht auf diese Herausforderungen aufmerksam und fordert Veränderungen in der Gesellschaft.