In der Vergangenheit wurden Einrichtungen für schwerstbehinderte Menschen oft nach einem funktionalen Konzept gestaltet. Lange Korridore und sterile Räume prägten das Bild. Doch in den letzten Jahren hat ein Umdenken stattgefunden. Zwei Designer arbeiten daran, diese Lebensräume menschlicher und einladender zu gestalten.
Die neue Gestaltung bringt Wärme und Farbe in die Räume. Diese Veränderungen fördern nicht nur das Wohlbefinden der Bewohner, sondern auch die Interaktion zwischen Pflegepersonal und Heimbewohnern. Die Bewohner fühlen sich motivierter, sich in der neuen Umgebung zu bewegen und aktiv am Gemeinschaftsleben teilzunehmen.
Ein Beispiel ist die neu gestaltete Liegelandschaft, die das Zusammensitzen am Abend gemütlicher macht. Bewohner haben nun Rückzugsmöglichkeiten, die nicht nur auf ihr Zimmer beschränkt sind. Diese Individualisierung ermöglicht es ihnen, sich innerhalb der Gemeinschaft wohlzufühlen.
Die Designer haben auch darauf geachtet, dass die Räume für die Bedürfnisse der Bewohner geeignet sind. Durch gezielte Gestaltung können die Bewohner ihre Sinne besser wahrnehmen und ihre Umgebung aktiv erkunden. Dies fördert nicht nur die geistige Entwicklung, sondern auch die Selbstständigkeit.
Die Zusammenarbeit mit dem Pflegepersonal war entscheidend. Ihre Erfahrungen und Wünsche flossen in den Gestaltungsprozess ein. So entstand ein Raum, der den Bedürfnissen der Bewohner gerecht wird und gleichzeitig die Arbeit des Personals erleichtert. Diese Initiative zeigt, wie wichtig ein durchdachtes Raumkonzept für das Leben von schwerstbehinderten Menschen ist.