Tierhaltung

Icon-Profil: Eine weiße Silhouette eines männlichen und weiblichen Kopfes im Profil, die in entgegengesetzte Richtungen blicken, steht zentriert auf einem roten Hintergrund. Die Merkmale sind minimalistisch und vermitteln ein klares und geradliniges Erscheinungsbild.

PROFIL

Die Verbindung zwischen Menschen und Tieren ist eine ganz besondere. Tiere sind Freunde und treue Wegbegleiter des Menschen. Ein Tier zu halten bedeutet, Verantwortung für ein anderes Lebewesen zu übernehmen und für das Wohlergehen des Tieres zu sorgen. Im Gegenzug bereiten Tiere den Menschen viel Freude, geben das Gefühl gebraucht zu werden und nicht alleine zu sein. Die positive Wirkung von Tieren auf den Menschen wird durch tiergestützte Therapien deutlich. Als Haustiere werden Tiere bezeichnet, die beim Menschen leben – entweder im Haus, in der Wohnung, im Garten oder in einem Stall. Dabei handelt es sich zumeist um Hunde, Katzen, Kleintiere und Nager, wie Hamster und Kaninchen, Vögel oder Fische. Doch auch Hühner, Gänse, Enten, Schweine, Rinder und Ziegen können als Haustiere gehalten werden, wenn sie im Garten oder im Stall leben. Diese Tierarten können jedoch auch als Nutztiere dienen. Von Nutztieren spricht man, wenn sie gehalten werden, um Nahrungsmittel zu gewinnen, z. B. Fleisch von Schweinen und Rindern, Milch von Kühen und Ziegen oder Eier von Hühnern. Es gibt verschiedene Aspekte, die beachtet werden müssen, um Tiere artgerecht zu halten. Hygiene Sauberkeit ist für das Wohlergehen der Tiere wichtig, damit sie gesund bleiben und keine Krankheiten bekommen. Deshalb müssen verschiedene Gegenstände, welche die Tiere nutzen, z. B. Käfige und Zubehör, wie Futter- und Trinknäpfe, Leinen, Spielzeuge etc. regelmäßig gereinigt werden. Beim Putzen dieser Gegenstände sollte man jedoch auf chemische Reinigungsmittel verzichten, da diese giftig sein können. Die Ställe von Kühen, Schweinen, Rindern und Ziegen sowie die Gehege von Hamstern und Kaninchen müssen außerdem regelmäßig ausgemistet werden. Gesundheit Wenn es Tieren schlecht geht, kann dies meist durch eine genaue Beobachtung ihres Verhaltens erkannt werden. Wenn ein Tier viel schläft, wenig frisst und trinkt, können das Zeichen dafür sein, dass es ihm nicht gut geht. Für eine genauere Untersuchung ist es wichtig, den Tierarzt zu besuchen. Manche Haustiere, wie Hunde und Katzen, müssen außerdem regelmäßig geimpft und entwurmt werden und benötigen Behandlungen gegen Zecken und Flöhe. Das ist wichtig, weil das Ungeziefer auch auf den Menschen übergehen kann. Futter Für verschiedene Tierarten gibt es verschiedene Futtermittel, beispielsweise Trocken-, Dosen- oder Frischfutter, Futter auf pflanzlicher oder tierischer Basis. Manche Tiere, wie zum Beispiel Kaninchen, Meerschweinchen oder Hamster und Ziegen, ernähren sich rein pflanzlich. Andere Tierarten sind wiederum vor allem Fleischfresser. Unterschiede gibt es nicht nur in der Futterart, sondern auch in der Futtermenge. Manche Tierarten, wie z. B. Kaninchen und Ziegen, benötigen rund um die Uhr Futter, damit ihre Verdauung gut funktioniert. Das richtige Futter ist für ein Tier überlebenswichtig. Wenn eine Katze beispielsweise kein Fleisch bekommt, kann das zu Sehstörungen und Herzproblemen führen. Neben dem richtigen Futter muss jedes Tier außerdem jederzeit Zugang zu frischem Trinkwasser haben. Pflege Die meisten Tiere säubern ihren Körper und ihr Fell selbst. Längeres Fell sollte zusätzlich regelmäßig gebürstet werden, damit es nicht verknotet. Auch Krallen und Zähne sollten regelmäßig durch Fachpersonal gepflegt werden. Bei Schweinen, Ziegen und Schafen müssen außerdem die Hufe regelmäßig kontrolliert werden.

Icon-Themenspektrum: Symbol eines 'Farbmusterbuchs' auf rotem Hintergrund. Das Buch wird geöffnet und zeigt mehrere in einem Halbkreis aufgefächerte Rechtecke.

THEMENSPEKTRUM

Die folgenden exemplarischen inhaltlichen Impulse sollen die Breite des Themenspektrums herausstellen. Sie beziehen sich sowohl auf Mitarbeiter als auch auf Beschäftigte.

  • verschiedene Futtermittel kennenlernen
    • verschiedene Arten von Futter kennenlernen, z. B. Dosen-, Trocken- und Nassfutter, Futter auf pflanzlicher oder tierischer Basis
    • je nach Tierart entscheiden, was das geeignete Futtermittel ist und was nicht
    • Dosen-, Trocken und Frischfutter unterscheiden, z. B. verschiedene Konsistenz, Geruch, Haptik
    • Geruch des Tierfutters wahrnehmen/riechen
  • Futter sammeln
    • z. B. Gras oder Löwenzahn pflücken (ggf. bei Heuernte mithelfen)
    • Heu, Gras basal kennenlernen, z. B. durch Riechen und Fühlen
    • Prozess vom Gras zum Heu verdeutlichen (z. B. selbst Heu herstellen und Prozess gemeinsam beobachten)
  • Futter abfüllen
    • Verpackung des Futters öffnen, z. B. Dosen durch Dosenöffner, mithilfe der Schere oder Aufreißen der Packung
    • Futter eventuell zerkleinern, z. B. bei Frisch- oder Dosennahrung
    • Futter abwiegen und abmessen, z. B. mithilfe von Waage, Messbecher oder Menge mit Bildern/Symbolen visualisieren, z. B. zwei Schöpfkellen
    • eventuelle Medikamentengabe über das Futter, indem das Medikament unter das Futter gerührt wird
    • mit Hilfe einer Schöpfkelle/Behältnis/Hand das Futter in den Trog/Napf füllen
  • Trinkwasser
    • Trinkwasser in Napf füllen, z. B. direkt am Wasserhahn oder mithilfe einer Flasche/Behälter
    • Trinkflasche auffüllen, z. B. an Sammelstelle oder Wasserhahn, eventuell mit Hilfe eines Trichters
    • Trinkflasche anschließend an den Zielort bringen und befestigen
  • Säuberung von Fress- und Trinknapf/Trog/Trinkflasche
    • mit Wasser und Bürste auswaschen
    • trocken ausreiben mit einem Tuch
  • Höhe des Fress- und Trinknapfes an Körpergröße des Tieres anpassen
    • bei kleinen Tieren, z. B. Hamstern, Meerschweinchen, Katzen, Napf auf dem Boden stellen
    • bei größeren Tieren, z. B. Hunden, Höhe des Napfständers anpassen
  • ausmisten
    • mit einer Mistgabel oder Schaufel altes Stroh/Mist entfernen
    • altes Stroh/Mist auf Schubkarre setzen
  • Mist entsorgen
    • Schubkarre mit dem Mist zum Misthaufen fahren
    • Schubkarre auf dem Misthaufen entladen
    • Schubkarre zu zweit schieben, Mistgabel zu zweit halten
  • einstreuen
    • frisches Stroh mit Mistgabel oder per Hand auf die Schubkarre laden
    • Schubkarre zum Stall/Gehege fahren
    • frisches Stroh mit Hilfe der Mistgabel (ggf. auch per Hand) im gesamten Stall/Gehege verteilen
  • mit Handschuhen arbeiten
  • auf Hygiene achten, z. B. regelmäßiges Händewaschen, Hände nicht in den Mund nehmen etc.
  • mit Tier spazieren gehen
    • verschiedene Arten von Leinen kennenlernen, z. B. Führungsleine oder Flexi- bzw. Rollleine
    • dem Tier Leine oder Geschirr anlegen
    • verschiedene Arten kennenlernen, wie man eine Leine halten kann, z. B. in der Hand, um das Handgelenk, um die Schulter, um den Oberkörper
    • den Zug der Leine spüren
    • dem Tier Zeit geben, die Umgebung auf seine Art zu erkunden
    • Verhaltensweisen des Tieres einschätzen, z. B. beobachten, wie es auf andere Tiere reagiert, ob es müde und erschöpft ist, ob es spielen möchte
    • das Tier regelmäßig ausführen, z. B. bei einem Hund 2–3 Mal pro Tag
    • Plätze kennen, an denen Tiere verboten sind, z. B. Schilder lesen
  • Auslauf für Hamster, Kaninchen, Hasen
    • Freigehege auf Rasenfläche aufstellen
    • Tiere in das Gehege setzen
    • den Platz des Freigeheges regelmäßig wechseln, damit Tiere frisches Gras haben
  • Auslauf für Hühner, Gänse, Enten, Ziegen, Rinder, Schweine
    • täglich, je nach Wetter, Auslauf ins Freie ermöglichen
    • Gehege und Zaun auf Funktion und Vollständigkeit prüfen, ggf. reparieren und ausbessern
    • Zustand des Geländes prüfen und entscheiden, ob Auslauf möglich ist
    • Stalltür öffnen, um Tieren den Auslauf zu ermöglichen
    • nach Ende des Auslaufs Tiere zurück in den Stall bringen, Vollzähligkeit überprüfen und Tür schließen
    • Tiere eventuell zum Auslauf führen und begleiten und anschließend wieder zurück in den Stall bringen
  • ansprechen
    • über Ansprache Kontakt mit dem Tier aufnehmen
    • ansprechen durch Berührung oder Blickkontakt
    • mündliches Ansprechen, ggf. selbst oder mit Unterstützung
  • streicheln
    • sich dem Tier behutsam und vorsichtig nähern, um es z. B. nicht zu erschrecken
    • über Streicheln Kontakt zu den Tieren aufnehmen
    • Atmung des Tieres wahrnehmen und spüren, z. B. durch Auflegen der Hand am Bauch
    • Weichheit und Wärme des Fells spüren
    • basale Erfahrung des Körperkontakts mit Tieren nutzen, ggf. Hand der Beschäftigten führen
    • verschiedene Körperstellen streicheln, z. B. Kopf, Rücken, Hinterteil, Bauch
    • Reaktion des Tieres beim Streicheln beobachten, z. B. Schnurren der Katze wahrnehmen, Schwanzwedeln des Hundes
  • striegeln/putzen
    • durch Striegeln Kontakt mit den Tieren aufnehmen, kann ggf. auch geführt erfolgen
    • Bürste oder Striegel verwenden, ggf. Handschuh mit integrierter Bürste
    • beobachten, an welchen Körperstellen dem Tier das Striegeln/Putzen gefällt und an welchen eventuell nicht
    • mit Bürste und Striegel Schmutz aus Fell entfernen
    • Verletzungen oder Auffälligkeiten entdecken, z. B. Zecken
  • spielen
    • durch Spielen Kontakt mit den Tieren aufnehmen
    • Spielgeräte bereitstellen wie Futterbälle, normale Bälle etc.
    • Stöcke oder Ball werfen, z. B. mithilfe von Ballwerfer