Instandhaltung von Flächen

PROFIL

Im freien Arbeiten, das Umfeld der Einrichtung pflegen, Laub sammeln, Mülleimer leeren, Wege, Parkplätze oder Eingangsbereiche reinigen, Rasenmähen, Unkraut entfernen, …

Gepflegte Außenanlagen laden zum Verweilen ein. Sie sind das optische Aushängeschild jeder Einrichtung. Außen- und Grünflächen müssen daher regelmäßig gepflegt werden. Dies dient nicht nur der Verschönerung, sondern vermindert auch die Gefahr von Stürzen auf Laub oder verschneiten Wegen.

Tätigkeiten im Freien

Zum Aufgabenspektrum gehört die Reinigung von Verkehrswegen und -flächen, wie zum Beispiel Gehwegen, Parkplätzen, Treppenaufgängen oder Eingangsbereichen. Äste oder Steine, die den Weg versperren, sowie Laub und Moos, das sich in Gehwegspalten, Fußabtretern und Lichtschächten festsetzt, müssen entfernt werden. Darüber hinaus müssen Papierkörbe geleert, Müll oder sonstiger Unrat vom Gelände beseitigt werden. Die Instandhaltung umfasst nicht nur Reinigungsarbeiten, sondern auch Landschaftspflege und Winterdienst. In diesem Zusammenhang gehören das Rasenmähen, Unkrautentfernen, Bewässern, Heckenschneiden sowie Schnee schieben oder Salz streuen zu den Aufgaben.

Den eigenen Körper einsetzen

Die Instandhaltung von Außenflächen bietet ein breites Spektrum an Tätigkeiten und stellt unterschiedliche Anforderungen an die Beschäftigten. Körperliche Anstrengungen und Erschöpfung werden erlebt. Fein- und grobmotorische Fähigkeiten sowie das Bewusstsein für Ordnung und Sauberkeit werden geschult. Vollständige Handlungsvollzüge werden erlebt, ggf. mithilfe von personaler Unterstützung.

Im Team arbeiten

Alle Tätigkeiten können im Team ausgeführt werden. Die Beschäftigten erleben, wie sie als Teil einer Gruppe Einfluss auf ihre Umwelt nehmen und diese mitgestalten können, sodass sich das Erscheinungsbild der Außenanlagen ändert. Bereitschaft zur Zusammenarbeit im Team und Verlässlichkeit sind daher notwendig bzw. werden im Rahmen der Tätigkeiten erfahren.

Eine Dienstleistung erbringen

Die Instandhaltung der Außenflächen kann nicht nur innerhalb der Einrichtung, sondern auch im Sozialraum stattfinden (z. B. Reinigung von Parkanlagen). Wünschenswert wäre hierbei eine Gegenleistung, die den Beschäftigten Anerkennung für ihre Dienstleistungen entgegenbringt. Vor dem Hintergrund einer fehlenden Entlohnung ist mitunter kritisch zu betrachten, ob die Pflege der eigenen Außenanlagen, in denen die Beschäftigten nach getaner Arbeit auch entspannen können, womöglich sinnstiftender ist als die Instandhaltung fremder Außenanlagen.

THEMENSPEKTRUM

Die folgenden exemplarischen inhaltlichen Impulse sollen die Breite des Themenspektrums herausstellen. Sie beziehen sich sowohl auf Mitarbeiter als auch auf Beschäftigte.

  • verschiedene Wege und Flächen im Außenbereich kennen (Gehwege, Parkplätze, Eingangsbereiche, Einfahrten, Treppenaufgänge)
  • verschiedene Bodenbeläge kennenlernen (Asphalt, Rasengitter, Pflastersteine, Natursteine, Rasen, Wiese)
  • kehren
    • Besen, Handschaufel, Kehrgarnitur, Kehrmaschine verwenden (ggf. Griffadapter, Teleskopstiel verwenden, zu zweit halten)
    • Arbeitsrichtung einhalten, in bestimmte Richtung kehren
    • Handschaufel tragen und ausleeren, z. B. auf dem Schoß im Rollstuhl transportieren
    • Laub zusammenkehren, einsammeln, entsorgen
  • Reinigung vorbereiten
    • Wasser in Eimer (ggf. mit Rollen) füllen, angemessene Wassertemperatur wählen, unterschiedliche Temperaturen kennenlernen
    • Reinigungsmittel wählen und dosieren, z. B. drei Mal auf den Pumpknopf drücken, Schaum wahrnehmen
  • reinigen (z. B. Bänke, Tische, Geländer im Außenbereich)
    • in bestimmte Richtung wischen, trocken und nass wischen
    • feuchte Flächen nachtrocknen
    • Veränderung vom nassen zum trockenen Zustand wahrnehmen
  • Reinigung nachbereiten
    • Lappen auswringen
    • Lappen zum Trocknen aufhängen (ggf. Wäscheklammern nutzen)
    • Lappen zur Schmutzwäsche geben, z. B. Transport im Wäschekorb auf dem Rollstuhl
  • streichen, z. B. Gartenmöbel und Holzzäune
    • Pinsel nutzen (ggf. Griff verstärken, dickeren Griff nutzen)
    • Tuch/Schwamm zum Ölen/Streichen verwenden
  • Rasenmähen
    • Handrasenmäher/Spindelmäher (für kleine Rasenflächen) nutzen
    • Auffangbehälter entleeren
    • Mähabfälle transportieren und entsorgen, z. B. im Kompost, mit Schubkarre
  • Gras zusammenkehren/aufsammeln
  • Rasen einsäen
    • Erde lockern, z. B. mit Rechen
    • Samen ausstreuen, z. B. mit den Händen, Streuwagen schieben
  • bewässern
    • Wasser in Gießkanne füllen, ggf. Trichter verwenden
    • Gartenschlauch, Regner/Rasensprenger verwenden
    • Wasserhahn auf- und zudrehen, ggf. mit Aufdrehhilfe
  • düngen
    • verschiedene Düngemittel kennen und dosieren
    • Gefahrenzeichen erkennen und beachten
    • Dünger selbst herstellen, z. B. Sud aus Brennnesseln herstellen
  • schneiden
    • Hecken, Gehölze, Dornen schneiden (Gartenschere mit dickem Griff nutzen)
    • abgebrochene Äste mit den Händen herausziehen
    • Äste abbrechen
  • Unkraut entfernen
    • Bewuchs, Moos, Laub erkennen und entfernen, z. B. in Gehwegspalten, auf Lichtschächten, Fußabtretern, Gittern
    • Hochdruckreiniger nutzen, ggf. mit Handführung
    • Unkrautstecher nutzen
    • Unkraut zusammenkehren, ggf. abkratzen
    • Unkraut herausziehen, ggf. Erde mit kleiner Harke auflockern
    • welke Blumenblätter erkennen, z. B. Aussehen beurteilen, Struktur fühlen
  • besondere Wachstumsbedingungen kennen
    • kälteempfindliche Pflanzen abdecken, z. B. Jutesack über die Topfpflanze ziehen und festbinden
    • kälteempfindliche Pflanzen ins Haus bringen, z. B. mit Transportwagen, auf dem Schoß im Rollstuhl → Gartenarbeit
  • Müll wahrnehmen
    • volle Mülltonnen erkennen, z. B. am Geruch, Aussehen
    • Entsorgungsplan beachten, z. B. immer montags rausstellen
  • Müll sammeln
    • Müllzange/Müllpicker nutzen, von Hand sammeln, in Behälter transportieren
    • Obst, Blätter etc. aufsammeln
    • Müllsack aus dem Eimer lösen, oben zusammenziehen/-binden
    • Müllsack transportieren, z. B. tragen, am Rollstuhl befestigen, Schubkarre schieben und in Mülltonne/Container entsorgen, Mülltonne schieben/ziehen
    • Müllbeutel auswählen, von der Rolle abreißen und in die Tonne klemmen
  • Schneeschieben
    • in bestimmte Richtung schieben
    • Handfeger nutzen, um Geländer, Sitzgelegenheiten, Fensterbänke etc. abzukehren
  • Salz streuen
    • Eimer transportieren, z. B. auf dem Schoß im Rollstuhl
    • von Hand streuen, Schaufel halten
  • Kennen und Beachten von Gefahrenzeichen auf Produkten
  • Gefahrenpotential kennen z. B. nasses Laub, spitze Gegenstände und Kanten, Elektrogeräte, ggf. Kabel
  • andere warnen, z. B. ansprechen (Talker nutzen), Sicherheitsschilder auf- und abbauen
  • Schutzhandschuhe verwenden
  • ggf. Gehörschutz, Schutzbrille
Icon für Literatur

König, R. (2017): Grünflächenpflege. In Kaiser, I. (Hg.), Das 1×1 für den Hausmeister (S. 67-72). Merching: Forum Verlag.

Steininger, B. (2009): Alle Sinne ansprechend. Gartentherapie eignet sich für alle Altersstufen und viele Krankheitsbilder. Pro care, 14 (1-2), 8-9.

Woelk, S./ Husmann, M./ Pargmann, D./ Neumann, E. (o.J.): Den Garten genießen. Sicher gärtnern. Online unter: https://das-sichere-haus.de/fileadmin/user_data/Broschueren/Garten-und-Freizeit/aktion-dsh-broschuere-sicher-gaertnern.pdf (Abrufdatum: 06.05.2019).

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